Marienkäfer (Coccinellidae) sind eine in dr ganzen Welt verbreitete Familie halbkugelicher, flugfähiger Käfer, deren Deckflügel eine unterschiedliche Anzahl von netten und auffälligen Punkten aufweisen. Viele Arten ernähren sich auch von Blatt- und Schildläusen.
Der Marienkäfer ist bei der Bevölkerung beliebt und trägt die unterschiedlichsten Namen in der jeweiligen lokalen Umgangssprache. Die Beliebtheit begründet sich darin, dass sie im Land-Gartenbau und der Landwirtschaft sehr nützlich sind, da sie in ihrer Larvenzeit je nach Art bis zu 4.000 Pflanzenläuse oder 3.000 Spinnmilben fressen. Sie sind in ihrem Aussehen sehr variabel, was ihre Bestimmung sehr erschwert. Dieselbe Art kann gerne in dutzenden Mustervarianten auftreten. Manche, wie etwa der Luzerne Marienkäfer, erreichen sogar über 3.800 gezählte Varianten. Früher wurden diese Varianten derselben Art mit eigenen Namen belegt, beispielsweise beim Zweipunkt Marienkäfer (Adalia bipunctata) mit über 160 Bezeichnungen, die allerdings heute nicht mehr verwendet werden und wissenschaftlich ohne Bedeutungs sind. Wird die Bestimmung schwieriger (zb. innerhalb seiner Unterfamilie Scymninae), kann man nur anhand der Genitalien eine wirklich zuverlässige Bestimmung der Arten durchführen. Neben den Genitalien sind der Schäden, der Kopfschild und die Fühler ebenfalls zuverlässige Unterscheidungsmerkmale ähnlicher Arten. Die Käfer können sehr gut fliegen und erreichen 76 bis 93 Flügelschläge pro Sekunde. Manche Arten wie Calvia decemguttata werden in der Nacht auch durch künstliches Licht angelockt. Dies lässt auf nächtliche Ausbreitungsflüge schließen.

Text Wikipedia
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